Hier schreibt ein ehemals glühender Anhänger der Europäischen Union. Fasziniert studierte ich Europarecht in Paris, vertiefte mich in unzählige Verordnungen und stöberte in den Untiefen der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs. Die Urteile hatten oft tönende Namen wie «‹Brasserie du Pêcheur› gegen Bundesrepublik Deutschland» oder die Cassis-de-Dijon-Entscheidung. Wenn ein Staat die Biere oder Liköre eines anderen Staates nicht als gleichwertig anerkannte oder deren Verbreitung anderweitig behinderte, gab es mächtig Ärger von den EuGH-Richtern in Luxemburg. Gleiches Recht auf Trinken für alle, das konnte keine schlechte Idee sein. «Freude trinken alle Wesen / ...