«Völlig moralfreie Diktion»
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Die Weltwoche

«Völlig moralfreie Diktion»
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«Völlig moralfreie Diktion»

Vor der Bundespräsidentenwahl in Österreich spricht der Wiener Philosoph Konrad Paul Liessmann über «Populismus», falsche Eliten, die Verknöcherung des akademischen Milieus und darüber, was Karl Marx den heutigen Linken voraushat.
Aufgefallen ist mir Konrad Paul Liessmann schon länger. Zuerst durch seine Bücher, dann durch seine beherzten und klug argumentierenden TV-Auftritte sowie seine brillanten Zeitgeist-Analysen. Für unser Gespräch geniessen wir Gastrecht in der Cafeteria des Schweizer Radios und Fernsehens in Zürich, wo Liessmann zum Thema «Altruismus» befragt wurde. Richtig zu leuchten beginnen seine Augen, als wir über seine Leitsterne Marx und Kierkegaard sprechen, den Meisterdenker der Verführung. Herr Liessmann, wird die österreichische Präsidentenwahl diesmal gelingen? Es wäre gut, wenn wir das endlich zustande brächten. Nach einem Jahr Wahlkampf sollte man doch auch einmal gewählt haben. ...
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