Die libidinöse EntÂgrenzung der Deutschen schreitet voran. Fast alles, was sich früher hinter verschlossenen Türen und zuÂgezogenen Gardinen abspielte, findet heute öffentlich statt. Partnertausch und Analverkehr sind längst keine No-go’s und auch Âkeine gruppenspezifischen Verhaltensweisen mehr, es sind Themen für jeden Anlass und Âjede Tageszeit. Letzte Woche wurde ein weiÂteres Tabu geknackt. Ein Kölner Landgericht Âerklärte die Beschneidung von Knaben zu Âeiner strafbaren Handlung, Âeinen ernsthaften, nicht entschuldbaren und irreversiblen Eingriff in die körperliche Integrität eines Kindes.
Obwohl der Richterspruch nur fünf Prozent der Bevölkerung betrifft – etwa ...