Als William Shakespeare 1599 seine Komödie «Much Ado about Nothing» schrieb, da konnte er nicht Âahnen, dass er damit die Vorlage für ein Stück lieferte, das mehr als 400 Jahre später gespielt werden sollte: die Europawahlen 2014. In «Much Ado about Nothing» («Viel Lärm um nichts») geht es um «das Spiel mit dem Sein und dem Schein», um «Intrigen» und «die Sitten der höfischen Selbstinszenierung». Und genau darum geht es auch von heute bis zum Sonntag, wenn etwa 400 Millionen Europäer aufÂgerufen sind, «ihr Parlament» zu wählen.
Hiessen die Hauptdarsteller bei ShakeÂspeare noch Don Pedro, Prinz von Aragon, und Leonardo, Gouverneur von Messina, so sind es heute Martin ...