Wenn einer morgens um zehn auf der Treppe vor dem Amtshaus steht, mit dünnen langen Haaren, mit aufgedunsenem Gesicht, in unförmigen alten Jeans, dann ist anzunehmen, dass er nicht aus beruflichen Gründen da ist, sondern darauf wartet, vor den Richter gerufen zu werden. «Ich habe Einsprache gemacht», lacht D. verlegen. Es ist das erste Mal, dass er mit dem Gericht zu tun hat. Er ist nervös und zündet sich eine Zigarette nach der andern an. Draussen auf der Treppe und auch nachher, im Gang vor dem Gerichtssaal, ereifert er sich über die Verkehrsbusse.
Er erzählt, was er schon der Polizei erzählt hat und was er dem Richter nochmals erzählen wird. Wie er an jenem Nachmittag aus dem F ...