Der Ort ist irritierend: Im Keller eines Heizkraftwerks, Zementwände, schummrig, kalt, steht Ex-Aussenminister Joschka Fischer, zwischen gläsernen Bildschirmen, über die Stationen aus seinem Leben flimmern. Aber auf einmal, als würde er durch die Katakomben seines Gedächtnisses wandern, von einer Erinnerungs-«Station» zur nächsten, gewinnt der seltsame Ort an Faszinationskraft. Dorthin hat der deutsche Dokumentarfilmer Pepe Danquart («Am Limit») jene Persönlichkeit gebeten, von der sich behaupten lässt, sie verkörpere am authentischsten die Brüche und Umbrüche der letzten sechzig Jahre Bundesrepublik Deutschland.
«Joschka und Herr Fischer» rek ...