Wenn es um Steuern ging, hatte Jean-Baptiste Colbert, der Finanzminister von Ludwig XIV., ein simples Rezept: «Die Kunst der Besteuerung besteht darin, die Gans so zu rupfen, dass man möglichst viele Federn bei möglichst wenig Geschrei erhält.» Diesem Prinzip leben die linken Parteien heute noch nach, wenn sie die kleine Gruppe der Reichen mit Reichtums-, Vermögens- oder Erbschaftssteuern zur Kasse bitten wollen. Zurzeit steht wieder die Erbschaftssteuer auf der Agenda.
Seit Colbert haben Ökonomen und aufmerksame Beobachter des Zeitgeschehens einiges über wirtschaftlich sinnvolle Steuern dazugelernt. So ist man sich heute weitgehend einig: Steuern auf dem Vermögen – und dazu gehö ...