Zehn Jahre ist es her, dass mit der Bombardierung Bagdads der Irak-Krieg begann, der Saddam Hussein stürzte und den Westen entzweite. Nur gut ein Jahr ist vergangen, seit die letzten amerikanischen Truppen den Irak verlassen haben. ÂHeute ist das alte Land an Euphrat und Tigris wieder auf sich alleine gestellt und sucht einen politischen Weg durch das Dickicht seiner Âjungen, brüchigen Demokratie.
Zu dieser Demokratie gehört, dass die Gegner des schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki diesem vorwerfen, er regiere zunehmend autoritär. Maliki ist aber keineswegs der unbestrittene Bannerträger aller Schiiten im Irak – der Mehrheit –, die nun die Sunniten und Kurden unterjoc ...