Ich tat mich mit einem jüngeren Mann zusammen vor einem Vierteljahrhundert, als ich 35 war. Mein heutiger Ehemann war damals 23 – und der jüngere Bruder meiner Geliebten. Ausserdem war ich – um die Anrüchigkeit ins Seifenopernhafte zu steigern – noch immer mit meinem zweiten Mann verheiratet. Das Ganze stank also förmlich nach Geilheit. Es wurde denn auch in den Zeitungen breitgewalzt, und selbst sonst abgebrühte Journalisten verwandelten sich in Zimperliesen. Mein eigener Mangel an Diskretion trug das Seine dazu bei. Ich verhielt mich ruchlos, der Mann verantwortungsbewusst. Meine Kumpel nannten ihn «Dad», und schon bald tat ich dies zu ...