Unbefangene Zeitgenossen vermuten hinter dem Protzbau am Ende der Berner Tramlinie 9B in Wabern in der Vorortsgemeinde Köniz die Zentrale einer Bank. In dem Palast werden aber keine Geldkontos verwaltet, sondern das Flüchtlingselend in der Welt. Hier residiert das Staatssekretariat für Migration (SEM) – eine der mächtigsten Behörden im Lande, mit Aussenstellen in Altstätten, Basel, Kreuzlingen, Chiasso, Vallorbe sowie Abteilungen auf den Flughäfen Zürich und Genf.
Die Behörde beschäftigt fast tausend Mitarbeiter, gibt jährlich über 1,2 Milliarden Franken aus und bestimmt, unter welchen Bedingungen jemand in die Schweiz einreisen, hier leben und arbeiten darf. Das SEM ents ...