Regenwald? Da denken die meisten an Motorsägen oder triste Landschaften voll verkohlter Baumstümpfe. So fest sitzen die apokalyptischen Meldungen vom Ende des Dschungels in den Köpfen. Ein Dickicht aus Baumriesen, durch das Affengeschrei und Jaguargebrüll schallt, mag sich kaum noch jemand vorstellen. Auf kümmerliche 5 bis 10 Prozent ihrer ursprünglichen Fläche werden die Regenwälder bis ins Jahr 2050 abgeholzt sein, lautet die gängige Prognose. Die üppige Lebensvielfalt des Urwalds? Vergangenheit.
«Ich forsche seit 25 Jahren in den Tropen», sagt Joseph Wright, «und was ich dort gesehen habe, stimmt nicht mit solchen Schreckensszenarien überein.» Der Ökologe arbeitet am Trop ...