Wer eine Generation beschreibt, der kann «wir» sagen und «ich» meinen, oder er kann «ich» sagen und es dem Leser überlassen, ob er «wir» empfinden möchte. Im einen Fall ist es Anmassung, im anderen unter Umständen Literatur. Georg M. Oswald hat einen Roman geschrieben und sich für das «ich» entschieden. Der Roman heisst «Im Himmel», und immerhin ist er so gut, dass es nicht schwer fällt, sich vorzustellen, recht viele könnten beim «ich» das «wir» denken.
Der «ich» sagt, ist ein Zwanzigjähriger, der von den Sommerferien vor seinem unwiderbringlich letzten Versuch, das Abitur doch noch zu schaffen, erzählt. Der Versuch soll in einem Internat für die besseren Kreise u ...