In den vergangenen eineinhalb Jahren hat sich eine neue, erstaunliche Volksgruppe gebildet: die Corona-Eskalationsrhetoriker. Diese nicht gerade kleine Clique hat ihre gemeinsame enthemmte Rhetorik gegenüber Menschen zum Standard gemacht, die in Covid-19-Fragen anderer Meinung sind – und insbesondere gegenüber Ungeimpften. Ungeimpfte, eine gesellschaftliche Minderheit, werden als ein zu beleidigendes Kollektiv betrachtet. Unterschiedliche Motive interessieren da herzlich wenig, auch (bessere) Überzeugungsarbeit ist out; Beschimpfung scheint die effektivste Massnahme, sie doch noch zum Impfen zu bewegen. Oder so. In Deutschland erreicht das schmucke Wording gerade seinen vorläufig ...