Eine Überraschung bietet die Neulektüre der frühesten Romane in der Tat, die jetzt fast dreissig Jahre nach ihrem Ersterscheinen im Doppelpaket vorliegen. Christoph Geiser hatte sich in den letzten Jahren in eine extreme Aussenseiterposition katapultiert. Man mochte ihn kaum noch lesen, so besessen repetierte er das immergleiche Thema: Das sadomasochistische Ich, einer Triebmaschine von Obsession, Zwang, Begierde und Todeswunsch ausgeliefert, rotiert im Zentrum seiner Phantasmen immer um sich selbst.
In den Romanen «Das geheime Fieber» (1987), «Das Gefängnis der Wünsche» (1992) und «Kahn, Knaben, schnelle Fahrt. Eine Fantasie» (1995) schienen alle Dämme gebrochen. Die an de Sade ...