Die heutige internationale Staatenwelt beruht im Wesentlichen auf dem Territorialitätsprinzip, das heisst, dass jeder Staat auf seinem Hoheitsgebiet hinsichtlich der Festlegung und Anwendung seines Rechts souverän ist. Die souveräne Gleichheit der Staaten ist sozusagen der Grundpfeiler der Uno. Auf dieser Grundlage wird in der Weltorganisation auch abgestimmt: von der Menschenrechtscharta (1948) über die Pariser Klimarahmenkonvention (2015) bis zum Migrationspakt (2018). Mit anderen Worten: Jedes Land ist für die Führung seines Staatsapparats, für die Einhaltung der Menschenrechte und für den Schutz der Umwelt selber verantwortlich, ohne dass geprü ...