Es brauchte eine Interpellation des Aargauer FDP-Nationalrats Philipp Müller, damit der Bundesrat die Zahlen offenlegte: In den neun Jahren von 2002 bis 2010 hat die Schweiz 38 489 Asylbewerber «vorläufig aufgenommen». Obwohl ihr Gesuch abgelehnt worden ist, erhielten sie einen F-Ausweis und durften im Land bleiben, bis eine Rückkehr in ihre Heimat «zumutbar» sei. Doch auch wenn sich die Situation in vielen Herkunftsländern über die Jahre hinweg verbessert hat, wurden in der gleichen Zeitspanne nur gerade 1754 «vorläufige Aufnahmen» aufgehoben. Davon haben weniger als die Hälfte – 860 Asylanten – die Schweiz auch tatsächlich verlassen. Die andere Hälfte ist untergetaucht ...