Da war kein abwägendes Wenn und Aber, kein magistrales Einerseits und Andererseits, als ÂJustizministerin Simonetta Sommaruga (SP) letzte Woche vor versammelter Presse über die Selbstbestimmungsinitiative der SVP herzog. Dieses Volksbegehren sei ein Angriff auf die ÂDemokratie, auf den Rechtsstaat, auf die Gewaltentrennung, auf die Menschenrechte. Mit den folgenden Schlagzeilen war alles gesagt: «Stabilität und Verlässlichkeit der Schweiz gefährdet» (Walliser Bote), «Kein Switzerland first» (Aargauer Zeitung), «Aufforderung zum Rechtsbruch» (NZZ), «Probleme statt Lösungen» (SRF).
Die verbalen Kraftmeiereien zeugen von Nervosität. Die Antithese zu Sommarugas Rundumschlag hatt ...