Der Spaziergang, so stellte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vor ein paar Tagen in einem Gespräch mit handverlesenen Gästen aus Medizin, Kommunalpolitik, Polizei und Zivilgesellschaft fest, der Spaziergang habe «seine Unschuld verloren».
Der deutsche Bundespräsident, von Haus aus Jurist, denkt und redet gerne «um die Ecke». Dennoch oder gerade deswegen wusste jedermann und jedefrau, wen er meinte: Kritiker und Gegner der Corona-Massnahmen, die sich immer öfter in immer mehr Gemeinden des Landes zu «Spaziergängen» treffen, um «ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen» von ihrem Versammlungsrecht Gebrauch zu machen, wie es im Art. 8 des Grundgese ...