Die Fülle der Friedensordnungen lässt sich nach zwei Modellen sortieren: dem republikanischen und dem imperialen Frieden. Ersterer beruht auf einer Übereinkunft gleichartiger politischer Akteure, Letzterer hängt an einer starken Garantiemacht, die Ruhe und Ordnung notfalls auch mit Gewalt durchsetzt. Über den republikanischen Frieden ist viel geschrieben worden; der imperiale Frieden dagegen ist ein Stiefkind der politischen Theorie. Das hat einen einfachen Grund: Er ist nicht auf anspruchsvollen Konstruktionen, sondern der mit Durchsetzungsfähigkeit gepaarten Klugheit der Zentralmacht begründet.
Das imperiale Zentrum hat im Wesentlichen drei Aufgaben: Er sichert den Frieden, indem es ...