Und wenn sie nicht gestorben sind, dann kandidieren sie noch heute – so ungefähr mutet derzeit die Posse um die österreichischen Präsidentschaftswahlen an. Bei der von riesiger Aufregung begleiteten Stichwahl vom 22. Mai, als Medien in aller Welt vor einem denkbaren «Rechtsruck» in Österreich erschauerten, hatte es Regelwidrigkeiten beim Entnehmen von Briefwahlkarten aus ihren Umschlägen gegeben.
Keine tatsächliche Manipulation, wohlgemerkt, es ging «nur» um den Zeitpunkt, an dem manche der eingesandten Umschläge geöffnet und Karten entnommen worden waren. Eine tatsächliche Manipulation der Stimmzettel wurde nirgends festgestellt. Dennoch verfügte das Verfassungsgericht auf ...