In der Dada-Bewegung war Musik von zentraler Bedeutung. Hugo Ball kündete im Zürcher «Café Voltaire» 1916 «musikalische und rezitatorische Vorträge» an, und Richard Huelsenbeck versprach einen «Taumel mit Pauken und Negertrommeln». Man wird den klingenden Dada in der Nähe des Bruitismus ansiedeln: gezielte Antimusik.
Doch Aufführungsmaterialien haben sich kaum erhalten, und so blieb der musikalische Dada-Einfluss rudimentär. Immerhin gibt es den Sonderfall von Kurt Schwitters’ «Ursonate», die – zwischen 1922 und 1932 entstanden – eine dadaistische Spätzündung darstellt. Das Multitalent Schwitters (1887–1948) war ein begnadeter Rezitator seiner phonetischen Kreationen ...