Rap aus Wales klingt etwa so plausibel wie Mundartrock aus Bombay. Das kommt Goldie Lookin’ Chain grade recht: Die Band ist ein Witz, und ein Witz ohne Pointe ist eben kein Witz, sondern eine Redaktionssitzung. Oder eine Schulstunde.
Goldie Lookin’ Chain sind ein rappender Bericht aus dem Leben in Englands Citys wie das die hochgelobten The Streets schon sind. Im Vergleich zu Mike Skinners Streets sind GLC sozusagen gesunkenes Kulturgut: Ihr Entwurf von UK-Rap bewegt sich auf noch populärerem Niveau, ist verblüffend easy und radikal geschmacklos.
Eine englische Rap-Crew ist per se eine ungemein erfrischende Sache. US-Rap hängt dank der Annäherung an R’n’B in einer Kommerzfalle so ...