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Wahrheit gibt es nicht
Werner Herzog: Das Dämmern der Welt. Hanser. 128 S., Fr. 28.90
Manche nehmen Drogen, um Wahrhaftiges zu erkennen. Werner Herzogs Rezept ist ein anderes: Er versucht, die Leute mit den Mitteln seiner Kunst auf eine hohe Ebene zu bringen und nie wieder von dieser Höhe herunterzulassen. «Nur von dieser Erhabenheit wird so etwas wie eine tiefere, dem Faktischen eher feindliche Wahrheit möglich, eine Illumination, eine ekstatische Wahrheit, wie ich es nenne.» So erklärte der berühmte deutsche Regisseur und Autor, den das Time-Magazin einmal zu den hundert einflussreichsten Personen der Welt zählte, seine Arbeit im Film «Lektionen in Finsternis» (1992). Das provokative Œuvre Herzogs, 79, besteht aus Spiel- und Dokumentarfilmen, Opern so ...

