Lange war es eng. Hansjörg Walter (TG) und Jürg Stahl (ZH) lieferten sich in der SVP-Fraktion ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Beide kämpften um die Kandidatur für den Posten eines 2. Vizepräsidenten des Nationalrats – der dann in zwei Jahren automatisch die Ehre des Nationalratspräsidenten und somit des höchsten Schweizers eingebracht hätte. Gegen Walter, Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes, wurden Einwände erhoben: Beide Präsidentschaften seien zu viel, hiess es in der Partei. In einer gewundenen Erklärung stimmte Walter dem zu – worauf nicht zuletzt die Bauern in der Partei umschwenkten und für ihn und gegen Stahl stimmten, wie einer ihrer Vertreter händereibend kolpor ...