Herr Meier ist schon da. Zehn Minuten vor dem Interviewtermin sitzt er im Café, neben ihm lehnen zwei Plastiksäcke am Stuhl. Dort wird er immer wieder zielgenau hineingreifen wie in eine Schatulle und das passende Accessoire zum Gespräch hervorziehen: sein vorletztes Buch, einen weissen Overall, den er für eine Aktion vor der Pädagogischen Hochschule Zürich angezogen hatte, Briefe, Zeitungsausschnitte.
So ist er selber, Walter Meier, eine wandelnde Wundertüte. 1952 in Luzern geboren, absolviert er das Lehrerseminar eher zufällig, wie er sagt. «Ich konnte mir nie vorstellen, Lehrer zu werden. Ich wusste einfach nicht, was ich sonst hätte tun sollen.» Zu unsicher war er als junger ...