Der Friedensnobelpreis für eine Ökologin? Für eine Frau aus Afrika? Eine stellvertretende Ministerin? Wangari Maathai? Nie gehört. Derart offen sprach das natürlich kein Kommentator auf der Nordhalbkugel aus, aber so mancher legte die Stirn in Falten. Hätte es in diesen kriegerischen Zeiten nicht preiswürdigere Kandidaten gegeben? Eine Bäumepflanzerin aus Kenia, was hat das schon mit dem Frieden zu tun?
Sehr viel. Denn dort, wo grosse Armut und enormer Bevölkerungsdruck herrschen, entladen sich Verteilungskämpfe um knappe Ressourcen, um fruchtbare Erde, Weideland, Wasserquellen oder Wälder, schnell in Gewaltakten. Man muss sich nur die Geschichte der Landkonflikte im Rift Valley v ...