Seit Pascal Couchepin vor zwei Jahren das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) übernommen hat, ist er architektonisch abgestiegen. Residierte er als Wirtschaftsminister im vornehmen Ostflügel des Bundeshauses (weite Gänge, Marmor, Stukkaturen), liegt sein neues, klein geratenes Büro nun in einem hässlichen, niedrigen Gebäude, das sich in einer Seitengasse Berns duckt. Das EDI galt früher als zweite Adresse. Dementsprechend moderat war der bauliche Aufwand.
Heute dagegen ist es ein Schlüsseldepartement: AHV, IV, Gesundheitswesen, Hochschulen, Forschung – der Vorsteher des EDI prägt die Schweizer Sozial- und Bildungspolitik, gebietet über eines der grössten Budgets und ste ...