Bern hat gewählt. Zehn Tage vor den Stadtberner Wahlen in Regierung und Parlament ist klar: Alexander Tschäppät (SP) bleibt Stadtpräsident, die rot-grüne Mehrheit in Gemeinderat (Exekutive) und Stadtrat unangetastet. Alles andere wäre ein politisches Wunder.
Man kann diesen Veränderungsunwillen als Erstarrung deuten. Doch Stadt und Kanton Bern stehen vor einer Wahl, die einschneidender ist als der politische Richtungskampf in der Bundesstadt. Die wirtschaftlichen Turbo-Achsen Zürich–Basel und Genf–Lausanne gleichen sich dem globalisierten Allerwelts- gesicht internationaler Metropolen an. Bern, das ökonomisch nicht mithalten kann, ist unbehelligter, unangepasster, ungeschorener ...