Von Heinrich Heine: «Die Freiheit der Meinung setzt voraus, dass man eine hat.» Daran fehlt es der Weltwoche nicht. Sie vertritt pointiert die andere Meinung. Dabei ist es nicht leicht, von einem festen Standpunkt aus seiner Zeit vorauszueilen. Spürbar ist die kreative Ungeduld des rastlosen Chefredaktors: «Herr, gib mir Geduld, aber bitte sofort.» Ich lese die Weltwoche seit Jahrzehnten. Ihr politisches Profil hat sich verschoben. Von der Mitte Richtung rechts. Kein Grund für einen Linken, sie rechts liegen zu lassen. Ich will mich ja umfassend informieren. Nur das zu lesen, womit man einverstanden ist, wäre langweilig. Die Weltwoche hat zumindest einen Vorteil: Sie verrät journalis ...