Es war Freitagnachmittag. Im Iran ein Ruhetag. Mohsen Fachrisadeh, die zentrale Figur im militärischen Atomprogramm der Islamischen Republik, hatte soeben seinen Lunch bei den Schwiegereltern in Absard beendet, einem Städtchen mit rund 10 000 Einwohnern, das bei der Elite des Landes sehr beliebt ist. Jetzt war Fachrisadeh unterwegs in die siebzig Kilometer entfernte Hauptstadt, zum Forschungsinstitut des Verteidigungsministeriums. Weil er seit Jahren zu den Top-Zielen des israelischen Geheimdienstes Mossad gehörte, sorgte ein Konvoi mit drei Autos und mehreren Bewaffneten für seinen Schutz. So gefährdet war Fachrisadeh, dass er sich aus Angst vor einem Anschlag kaum ...