Die aktuelle Welle des Antiamerikanismus begann nicht erst mit der grobschlächtigen US-Aussenpolitik in der Irak-Frage, sondern mit dem sorglosen Umgang mit der Umwelt und der Abkehr der USA vom Kioto-Protokoll. Das Abseitsstehen wurde vor allem in Europa mit Entrüstung quittiert und der allfällige Eintritt eines Klimakollapses der amerikanischen Haltung angelastet. Kaum jemand machte sich die Mühe, die Motive der amerikanischen Umwelt- und Klimapolitik, die auch beim Johannesburger Erdgipfel heftige Kontroversen auslöste, zu hinterfragen.
Kurz nach seinem Amtsantritt verkündete Präsident George W. Bush, dass die USA, die allein 25 Prozent am globalen CO2-Ausstoss verursachen, dem Ki ...