Jedes Mal, wenn Roger Federer nach einem Sieg, und noch mehr nach einer Niederlage, vor laufender Kamera Tränen vergiesst, seufzt die Damenwelt zu Hause: «Aaah». Wenn dann aber abends im selben Fernseher «Der mit dem Wolf tanzt» läuft und der Mann nebenan sich leise schnäuzt, denkt die Frau: «Was für ein Weichei.» Berühmtheiten wie Roger Federer oder selbst ein James Dean dürfen heulen, beim Mann zu Hause geht das nicht. Jahrzehntelang haben Psychologen und Therapeuten jene «sensiblen Männer» gepriesen, «die Emotionen zeigen können» – und verdrängt, dass ein weinender Mann auf Frauen oder Arbeitskollegen in den meisten Fällen einen äusserst negativen Eindruck hinterl� ...