Ich arbeitete mal für Vanity Fair, das neue Magazin für Deutschland (2007). Es handelte sich dabei um die deutsche Ausgabe der amerikanischen Zeitschrift, die mit einer Mischung aus tiefschürfender Recherche und seichter Berichterstattung Erfolg hatte. Dort habe ich drei Dinge gelernt, die mir bis heute geblieben sind. Nämlich dass vieles von dem, was man ungeprüft wiedergibt, weil es einem zutreffend scheint oder man einer vermeintlich zuverlässigen Quelle vertraut, falsch ist. Und zweitens, dass man Übertreibungen meiden sollte. «Superlative sind gefährlich», sagte ein Faktenprüfer, «sie treffen fast nie zu.» Es war, nebenbei, das erste Mal, dass ich mit Dokumentalisten ...