Es ist eine Tortur, ihm zuzuhören. Wie er leidet! Wie ihm das alles nicht recht ist! Wie er am liebsten im Boden versänke! Dabei ist der 33-jährige Chinese Cheng Xi* klischeekonform der Fleiss und die Korrektheit in Person. Noch in seiner Heimat ging er bis zum 22. Altersjahr zur Schule, absolvierte anschliessend ein Studium, arbeitete vier Jahre lang als Assistent, kam vor sechs Jahren in die Schweiz, studiert hier Wirtschaftswissenschaft, jobbt daneben als Kellner, denn auch seine Frau geht an die Uni, und zudem gibt es eine 15 Monate alte Tochter zu ernähren. «Entschuldigung, ich bin so nervös», sagt er zur Eröffnung des Prozesses. Wären seine noch folgenden Entschuldigungen Baus ...