Was Männer sich nicht wünschen
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Was Männer sich nicht wünschen

Tamara Wernli

Was Männer sich nicht wünschen

Die gute Nachricht: Ihre Bescherung könnte dieses Jahr günstig ausfallen.

Manche Paare entscheiden sich dafür, Weihnachten geschenklos zu feiern, andere überhäufen sich mit Päckchen. Und dann gibt es jene, die schenken weniger aus Überzeugung, sondern eher weil es die Tradition so will. Geschenke können den Anstrich von Eigeninteresse haben, unschmeichelhaft, ja sogar ungewünscht sein. Um dem Rätsel der unwillkommenen Männergeschenke auf die Spur zu kommen, habe ich die Herren meiner Youtube- und Instagram-Community befragt: «Was wollt ihr nicht zu Weihnachten?» Die Antworten sind nicht repräsentativ, schliesslich sind Geschmäcker verschieden. Doch aus den Hunderten Rückmeldungen haben sich diese Top fünf mit den meisten Likes herauskristallisiert.

© KEYSTONE / GAETAN BALLY
Ein Mann traegt eine grosse Einkaufstasche, fotografiert am Mittwoch, 8
© KEYSTONE / GAETAN BALLY

 

1 – Er will nichts, das er «nicht braucht und das nur herumliegt». Nüchtern betrachtet, müssen wir Frauen uns eingestehen: Manchmal schenken wir unseren Partnern etwas, das wir grossartig finden oder gerne an ihm sehen würden — das ihm aber herzlich egal ist. Um seinen Auftritt zu vervollkommnen (der wohlgemerkt selten im Sakko stattfindet), habe ich meinem Gatten einmal zwei exquisite Einstecktücher geschenkt. Mit dem Kauf bereitete ich mir wirklich eine grosse Freude. Ich kann nicht behaupten, dass er in inbrünstige Erregung geriet, sein Lächeln war mehr höflicher Natur, dafür hat sich das Ablagefach zuhinterst im Schrank über den Neuzugang gefreut. Dieses Bescherungsverhalten sagt ein bisschen aus, dass wir unsere Männer nicht ganz so seinlassen wollen, wie sie eben sind.

2 – Ähnlich ergeht es der Dekoration für die Wohnung. Für die neuen Zierkissen oder die marokkanische Laterne unterm Christbaum können sich Männer nicht massenhaft erwärmen. Natürlich haben sie nichts gegen Wohnungsdeko; auch sie mögen ein schönes Zuhause. Aber als persönliches Weihnachtsgeschenk? Die falsche Wahl, um die Liebe zu beleben.

Das richtige Radtrikot ist nicht einfach irgendein Trikot, der perfekte Golfball nicht irgendein Ball.

3 – Bücher zur Selbsthilfe – anscheinend etwas, das Frauen ihrer besseren Hälften tatsächlich schenken, sonst würde es nicht Erwähnung finden. Ratgeber über Zeitmanagement oder wie Männer ihre Gefühle ausdrücken können mögen gutgemeint sein, haben aber den Subtext: «Du musst das besser machen» und sind daher höchst unschmeichelhaft. Man ist geneigt, zu denken, diese Frauen legen es darauf an, verlassen zu werden. Und wenn Männer sich optimieren wollen, tun sie es auf ihre eigene Art.

4 – Er will keine Dinge, die mit seinen Hobbys zu tun haben – es sei denn, er äussert den Wunsch. Bitte, was? Da habe ich wohl jahrelang nicht richtig zugehört, wie coole Frauen es tun, und gedacht, diese Art Geschenke sind ein Universalschlüssel zum Herzen eines Mannes. Bei näherer Prüfung wird klar: Das richtige Radtrikot ist nicht einfach irgendein Trikot, der perfekte Golfball nicht irgendein Ball. Männer haben oft ganz genaue Vorstellungen von Marke, Qualität und Preis, wenn es um Zubehör für ihre Freizeitaktivitäten geht, und kaufen es sich lieber selbst. Na ja, Männer legen ihren Frauen auch keine Wimperntusche untern Christbaum. Aber gestatten Sie mir hier (ungefragt) trotzdem, eine Ausnahme beizufügen: Sex-Toys!

5 – Auf der Wunschliste ganz oben: «Keinen Stress». Während es für gastgeberisch bewegte Frauen oft ein Bedürfnis ist, Apéro- und Dinnereinladungen zu geben (und zu erhalten) und die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr mit der erweiterten Verwandtschaft, Nachbarn und Freunden zu füllen, sehnen sich Männer über die Feiertage eher nach Entspannung im kleinen Kreis ihrer Liebsten. Wenn auch noch diese Zeit vom Kalender diktiert ist, brauchen sie, wenn’s blöd läuft, bis Ostern, um ihr Gleichgewicht wiederzufinden.

 

Was wünschen sich Männer tatsächlich von ihren Partnerinnen zu Weihnachten? Die Top-fünf-Antworten: gemeinsame Erlebnisse, auch spezielle, hochwertige Produkte, die sie im Alltag brauchen – wie seine Lieblingsteesorte oder seinen Lieblingswhisky – und sich selbst nicht so oft gönnen würden. Auch immaterielle Dinge kommen zur Sprache – tja, wenn Stereotype die Vorurteile bestätigen: «Weniger Diskussionen», «Mehr Initiative für Intimität»; wenn auch sie aktiv Interesse zeigt und es nicht immer nur an ihm liegt. Sowie «Wertschätzung, für das, was man tut».

So gesehen, fällt Ihre Bescherung in diesem Jahr vielleicht etwas preiswerter aus. Happy Shopping!

 

Folgen Sie unserer Autorin bei Youtube@LadyTamara

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.