Über fünfzig Kilo Post, gegen 3000 Seiten Papier von 427 Absendern, ging letzte Woche bei Bundesrätin Doris Leuthard ein. Zuvor bekam die Energieministerin auf allen Kanälen etwas Lob und vor allem Tadel zu hören. Vernehmlassungen führen in der konkordanten Schweizer Demokratie immer zu Papierkrieg; diese aber löste Gezänk und Getöse aus wie noch kaum eine zuvor. Denn gefragt waren Stellungnahmen zur «Energiestrategie 2050», also Lösungen für das Problem, wie die Schweizer die Atomkraftwerke abstellen, den Verbrauch von Öl und Gas einschränken und auf die Versorgung durch Wasser, Wind und Sonne umstellen wollen – ohne dass die Schweiz schmerzlich an Wettbewerbsfähigkeit un ...