Seit der Konflikt zwischen den ehemaligen Sowjetrepubliken Armenien und Aserbaidschan um die Region Bergkarabach wieder entflammt ist, berichten die öffentlich-rechtlichen Medien der Bundesrepublik über die Lage im Kaukasus – mit einer Distanz, die nicht nur mit der Entfernung zu den Orten des Geschehens erklärt werden kann. So kommt in den Berichten immer wieder der Satz vor, Bergkarabach gehöre «völkerrechtlich» zu Aserbaidschan, werde aber mehrheitlich von «christlichen Armeniern» bewohnt. Wie die christlichen Armenier nach Bergkarabach gekommen sind, zu Fuss oder mit einem Ufo, bleibt meist ungesagt. Zugegeben, die Geschichte ist ein ...