Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selensky hat in Kiew eine Plattform geschaffen, die das Fernziel verfolgt, die 2014 von den Russen annektierte Krim wieder in die Ukraine einzugliedern. An diesem Forum wird auch der Emmentaler Nationalratspräsident Andreas Aebi an der Spitze einer Delegation teilnehmen. Doch weshalb mischt sich der formell höchste Repräsentant eines neutralen Landes in einen Grenzkonflikt zwischen zwei Staaten ein? Im Fall von Aebi erscheint das besonders bizarr, weil seine Partei fast in jeder 1.-August-Rede die hehren Worte von Bruder Klaus in Erinnerung ruft: «Mischet euch nicht in fremde Händel!» Ohnehin tut sich der weltgewandte L ...