Das tut weh: Der einst stolze Freisinn verliert seinen zweitletzten Sitz in der Zürcher Stadtregierung. Dabei hatten sich für einmal alle bürgerlichen Kräfte geschlossen hinter den FDP-Kandidaten Marco Camin gestellt. Während die SVP auf die üblichen Gifteleien verzichtete, mischte sich die CVP sogar aktiv in den Wahlkampf ein. Die Sozialdemokraten beschlossen «Stimmfreigabe», wohl wissend, dass ein Erfolg von Camins Gegner, dem Altmarxisten Richard Wolff, bei der nächsten Wahl auf ihre Kosten gehen könnte.
Wohl lag das Problem auch bei der FDP selber. Camins Kandidatur wurde vom scheidenden Martin Vollenwyder geschickt eingefädelt, der mit dem farblosen Camin den ihm verhassten ...