Die halbe Welt empört sich über das jüngste Schreiben des emeritierten Papstes. Es geht darin um Homosexualität, Pädophilie und die 68er. Aber eigentlich warnt «Vater Benedikt», wie der 92-jährige Autor genannt werden will, vor der Kirche seines Nachfolgers.
Hat Rainald Grebe alles vorausgesehen? Der deutsche Musikkabarettist und Theaterregisseur singt im Orgelton der überzeichneten Überzeugung: «Die Achtundsechziger sind an allem schuld.» Grebe gibt, allein an den Tasten, den glotzäugig überraschten Biedermann und deklamiert zu tiefen Akkorden: «Vorher waren alle Menschen froh. Alle Menschen waren noch hetero. Weil Schwulsein ja eine Krankheit war. Und da war keiner krank – Gott sei Dank.» Und weiter: «Bei Problemen ging man nicht zum Therapeuten. Man ging in die Kirche oder gleich in die Kneipe. Was ist Yoga, Yin und Yang und der ganze Dreck gegen ein Halleluja und ein Herrengedeck!» ...
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