Entscheidend ist das «Trotzdem». Zwar weiss Flurin Condrau, der neue Direktor am Medizinhistorischen Institut der Universität Zürich, dass es nicht angeht, einen Mitarbeiter aufgrund seiner politischen Ansichten zu beurteilen. Zweifelsohne kennt der Gelehrte auch das Diskriminierungsverbot, das sowohl in der schweizerischen Bundesverfassung (Art. 8) als auch der Europäischen Menschenrechtskonvention (Art. 14) ausdrücklich für die politische Gesinnung gilt. Aber offenbar lässt Condrau diese Einsicht fallen, wenn es um Christoph Mörgeli geht, hauseigener Museumsleiter des Medizinhistorischen Instituts und Nationalrat der Schweizerischen Volkspartei (SVP).
Diesen Eindruck vermittelt z ...