Es begann mit einem Pesthauch. Nur so lässt sich der olfaktorische K.-o.-Schlag beschreiben, den ich eines Morgens beim Öffnen meiner Wohnungstür empfing. Dazu muss man wissen, dass, wer sich länger als zwei Wochen in New York aufhält, ohne eine radikale und freiwillige Verstümmelung der eigenen Geruchsnerven vorzunehmen, nicht überlebt. Wo jeder Gully einen eigenen Charakter verrät und an jeder Ecke Schweinsspiesschen-Dreher, geschmolzener Reifengummi und hyperventilierende Jogger um die Geruchshoheit kämpfen, ist daher ein Pesthauch, der noch als solcher wahrgenommen wird, ein echter Hammer.
Wie sich herausstellte, entströmte der Gestank einer Wohnung fünf Stockwerke unter mir. ...