Kunst
Wegweiser zu geistiger Freiheit
Kurt Schwitters: Grenzgänger der Avantgarde. Zentrum Paul Klee, Bern. Bis 21. Juni. Begleitpublikation von Martin Waldmeier und Nina Zimmer. Verlag Hirmer. 408 S., 212 Abb., Fr. 49.–
«Krieg ist die grösste Schande, die die Menschheit erlebt hat und erleben kann.» Dieser Schande setzt der pazifistisch und antimilitaristisch gesinnte Kurt Schwitters, der bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs 27 Jahre alt ist und ihn wegen Untauglichkeit aus der Distanz erlebt, die Kunst entgegen. Denn, so schreibt er in einem Manifest, das in den Nachkriegs- und Krisenjahren der Weimarer Republik entstanden ist: «Die Kunst ist eine geistige Funktion des Menschen mit dem Zwecke, ihn aus dem Chaos des Lebens zu erlösen [. . .], ihr Ziel ist der reife Mensch.» Das sind Sätze, denen man in der Ausstellung begegnet: Weiss auf Dunkelgrau leuchten sie auf, bevor sie verschwi ...

