Im Frühling vor einem Jahr musste Andreas Gross zittern. Er vertrat dannzumal seine Partei, die SP des Kantons Zürich, schon zwanzig Jahre im Nationalrat. Vor der Nominationsversammlung der SP hatten die Jungsozialisten verlangt, dass sich Gross und zwei weitere altgediente Parlamentarierinnen aus der BundesÂpolitik zurückziehen. Den Juso war Gross’ Verharren in Bern unter anderem darum ein Dorn im Auge, weil dieser als gefeierter Demokratieexperte viel in der Welt herumreist und während der Sessionen oft fehlt. Zudem wohnt er im Jura und nimmt kaum je an einer Parteiversammlung in Zürich teil. Um die Nomination doch zu schaffen, war für Gross eine parteiÂinterne Regelung massgeben ...