Die Peinlichkeit ist die kleine Schwester des gehobenen Essens. Kaum eine Disziplin generiert mehr Gesprächsstoff und mehr ahnungslose Gesprächsbeiträge als die Kulinarik. Mehr Unsinn als am Esstisch wird höchstens bei Vernissagen zeitgenössischer Kunst geredet oder in der «Arena».
Gewiss, auf der einen Seite steht da die begrüssenswerte Aufmerksamkeit gegenüber zu verzehrenden Produkten, die Würdigung der Sorgfalt, mit der diese zubereitet und präsentiert wurden, die Konzentration schliesslich, mit der man das Ergebnis geniesst.
Auf der anderen Seite schleicht sich unter dem Deckmantel des Geniessertums das Klingeln mit Symbolen ein, die Statusfresserei, die Dauerparade des Prah ...