Wir leben in önophilen Zeiten. Man redet gern und viel über Wein, und ihn zu trinken, ist cool und schick. Das ist nicht etwa schlecht, sondern höchst erfreulich. Noch nie war das Angebot qualitativ guter Weine so gross wie heute, noch nie hatten die Konsumenten eine vergleichbar grosse Auswahl an Kreszenzen aus aller Welt. Doch gleichzeitig stellt man ernüchtert fest, dass immer mehr der weltweit produzierten Weine sich in Charakter und Machart gleichen.
Vor rund einem Jahrzehnt begannen die weinproduzierenden Länder der Neuen Welt (USA, Chile, Argentinien, Südafrika, Australien und Neuseeland) mit ihrer Marktoffensive. Mit enormem PR- und Werbeaufwand lancierten sie ihre opulenten, a ...