Meine Befindlichkeiten sind ja nur der Mitteilung wert, wenn sie mein Urteil beeinflussen – gibt es doch nun mal keine objektive Berichterstattung über Wein. Überspitzt gesagt: Ein Wein ist so gut wie die Laune, in der er mich antrifft. Nun ja, wenigstens fast. Jedenfalls ist nicht ganz unerheblich, ob ich muff zu einem Glas greife oder in freudiger Erwartung.
Die Offenbarung meiner etwas desperaten Kellerverhältnisse (Weltwoche Nr. 19/13) hätte ich allerdings besser unterlassen. Selten bekam ich mehr Reaktionen auf eine Kolumne. Generaltenor: mokant bis hämisch. Da bleibt mir nur die Flucht nach vorn. Gut, ich bin vielleicht die sanfte Version eines Öno-Messies. Aber ich be ...