Frau Bruderer, Sie sind erst 33 – und Sie waren dieses Jahr die höchste Schweizerin. Macht Sie das stolz?
Die höchste Schweizerin war ich nur formell. Ich habe immer wieder betont, dass das etwas abgehoben klingt und mir der Begriff aus der Romandie, «première citoyenne», besser gefällt. Es war eine wunderschöne Aufgabe, die mich nicht unbedingt stolz machte, mich aber freute und sehr bereicherte.
Die Schweiz kennt keine dynastische Tradition, Sie wurden wieder zurückgestutzt auf Alltagsmass. Leiden Sie unter gewissen Phantomschmerzen?
Nein, überhaupt nicht. Man weiss ja schon lange vorher auf den Tag genau, wann man das Amt abgeben muss, darum fällt es einem nicht so schwer. Ma ...