Der erste Eindruck ist eine gewisse Frische, ja Kühnheit, die von der Plötzlichkeit herrührt, mit der man lesend in irgendeine Situation versetzt wird: «Wo wollen Sie hin?», fragt zu Beginn von «Frühling im Fenster» eine männliche Stimme, der nach kurzem Zögern eine weibliche antwortet: «Zur Frauenklinik.» «Der Zeuge» beginnt mit dem Satz: «Der Mann, mit dem ich meine erste Liebe erlebt habe, steht nackt am Fenster», und «Wild erlegen» setzt mitten im Gespräch zweier Frauen mit der Feststellung ein: «Vertraut, sagte sie. So empfinde ich uns.»
Berichterstatterin ist in 14 der 15 Texte eine Frau in jüngeren Jahren, die mit der Autorin zu verwechseln man auch dann Gefahr l ...