Es war die Basler Revolte des Jahrhunderts: Eine Horde Menschen stürmte am 8. Februar 1529 das Münster, schlug an der Fassade Heiligenstatuen kaputt, schleppte Altäre und «Götzenbilder» aus der Kathedrale und verbrannte sie auf dem Münsterplatz.
Der zerstörerische Anschlag gegen die Altgläubigen, der in Basel die Reformation einleitete, hätte auch für die wenige Tage zuvor durchgeführte Fasnacht das Ende bedeuten müssen. Denn in den anderen protestantischen Gebieten der Schweiz wurden die katholischen Fasnachtsfeierlichkeiten im Zuge der neuen Glaubensrichtung abgeschafft. In Basel dagegen hielten sie sich hartnäckig.
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